AirPods 5 vs. AirPods 4 ANC: Lohnt sich das neueste Apple-Upgrade wirklich?

AirPods 5 vs. AirPods 4 ANC: Lohnt sich das neueste Apple-Upgrade wirklich?

Eine neue Ära für preisgünstige AirPods

Mit der Veröffentlichung der AirPods 5 hat Apple die Welt der Einsteiger-Audio-Kopfhörer revolutioniert. Genau zwei Jahre nach den AirPods 4 ANC bietet die neueste Generation nicht nur eine verbesserte Leistung, sondern auch eine neue Preisstrategie. Ab 124 US-Dollar (Standard-Ladecase) bzw. 149 US-Dollar (kabelloses Ladecase) sind die AirPods 5 die bisher günstigsten AirPods von Apple.

Der wichtigste Schritt von Apple ist die Demokratisierung der aktiven Geräuschunterdrückung (ANC). Während frühere Modelle einen Aufpreis für die Geräuschunterdrückung erforderten, ist ANC nun Standard bei allen AirPods 5-Nutzern. Egal, ob Sie sich für das preisgünstige kabelgebundene Ladecase oder die Premium-Version ohne Kabel entscheiden, die Geräuschunterdrückungstechnologie ist integriert.

Technische Daten auf einen Blick

Im Vergleich der beiden Modelle auf dem Papier bieten die AirPods 5 einige entscheidende Verbesserungen in puncto Haltbarkeit und Wert. Beide Modelle nutzen Bluetooth 5.3 und den leistungsstarken H2-Chip, aber die AirPods 5 bieten eine deutlich höhere Schutzart (IP57) als die AirPods 4 (IP54). Das bedeutet, dass die AirPods 5 bis zu 30 Minuten unter Wasser überstehen, während die AirPods 4 nur gegen Spritzwasser geschützt waren.

Vergleichstabelle: AirPods 5 vs. AirPods 4 ANC

  • Preis: AirPods 5 (124–149 €) vs. AirPods 4 ANC (149 € reduziert)
  • Schutzart: IP57 (AirPods 5) vs. IP54 (AirPods 4)
  • Konnektivität: Bluetooth 5.3 (beide)
  • ANC: Standard bei Laden: Kabelgebundene oder kabellose Optionen für die 5. Generation. Design und intelligente Funktionen: Optisch sind die beiden Modelle nahezu identisch und behalten das ikonische Stiel-Design und die kompakte Form bei. Die Ladecases sind weiterhin unglaublich handlich, nur 2 cm dick und 34 g leicht. Die AirPods 5 bieten jedoch eine vielgewünschte Funktion: die Lautstärkeregelung per Wischgeste. So können Nutzer die Lautstärke anpassen, ohne ihr iPhone in die Hand nehmen zu müssen. Im Inneren sorgt weiterhin der H2-Chip für ein optimales Nutzererlebnis und ermöglicht die nahtlose Siri-Integration sowie die mit Apple Intelligence eingeführten Live-Übersetzungsfunktionen. Die Integration in das Apple-Ökosystem ist nach wie vor ein Maßstab für Komfort, doch ein gravierender Mangel ist das Fehlen von Bluetooth 6.0. In einer Zeit, in der Konkurrenten wie die Samsung Galaxy Buds 4 bereits den neueren Standard nutzen, könnte Apples Festhalten an Bluetooth 5.3 im Vergleich zu den neuesten Branchenstandards eine etwas geringere Reichweite und Stabilität zur Folge haben.

    Klangqualität: Ein gewaltiger Sprung nach vorn

    Der überzeugendste Grund für ein Upgrade ist die Klangqualität. Die AirPods 4 ANC hatten oft mit blechernen Höhen und einem metallischen Klang bei Perkussion zu kämpfen, was dem Klang Wärme raubte. Die AirPods 5 lösen diese Probleme vollständig.

    Im Praxistest liefern die AirPods 5 einen eleganteren, kontrollierteren Bass und ausgewogene Höhen, die die Schärfe ihres Vorgängers vermeiden. Ob atmosphärischer Rock oder energiegeladene elektronische Tanzmusik – die Klangnuancen bleiben klar und deutlich. Das Klangprofil der AirPods 5 rückt sie näher an das Premium-Erlebnis der AirPods Pro 3 heran als an das Einsteiger-Feeling der AirPods 4.

    Geräuschunterdrückung und Gesprächsqualität

    Die AirPods 5 sind zwar in puncto ANC (aktive Geräuschunterdrückung) die Nase vorn, der Unterschied ist jedoch gering. Beide Modelle haben Schwierigkeiten mit hochfrequenten Geräuschen – wie Lachen oder Vogelgezwitscher – und keines kann das Tippgeräusch in einem ruhigen Büro vollständig ausblenden. Wer absolute Stille wünscht, greift weiterhin auf Silikon-Ohrstöpsel (der Pro-Serie) zurück. Für die allgemeine Reduzierung von Umgebungsgeräuschen unterwegs bieten die AirPods 5 jedoch eine leichte Verbesserung.

    Die Gesprächsqualität ist weiterhin ausgeglichen. Beide Geräte zeichnen sich durch eine hervorragende Sprachisolierung aus, sodass Ihre Stimme selbst inmitten einer belebten Straße klar und deutlich zu verstehen ist. Apple hat das Mikrofon-Array für diese Bauform perfektioniert.

    Das Akku-Dilemma

    Der einzige Bereich, in dem Apple weiterhin hinterherhinkt, ist die Akkulaufzeit. Sowohl die AirPods 4 ANC als auch die AirPods 5 (Standard) bieten mit aktiviertem ANC lediglich 4 Stunden Hörzeit. Zwar erhöht die Version der AirPods 5 mit kabellosem Laden diese auf 5 Stunden, doch das ist für 2026 immer noch enttäuschend. Konkurrenten im Budget-Segment, wie beispielsweise EarFun, bieten die doppelte Akkulaufzeit zu ähnlichen Preisen, sodass Apple hier noch deutliches Verbesserungspotenzial hat.

    Fazit: Sollten Sie upgraden?

    Die Entscheidung ist einfach: Greifen Sie zu den AirPods 5. Sie sind nicht nur günstiger als die reduzierten AirPods 4 ANC, sondern bieten auch ein deutlich besseres Klangerlebnis, eine höhere Wasserbeständigkeit und die praktische Lautstärkeregelung per Wischgeste. Sofern Sie nicht unbedingt an einer bestimmten älteren Funktion festhalten, stellen die AirPods 5 das preisgünstige Upgrade dar, auf das die Community gewartet hat.

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