Genauigkeit der Herzfrequenzmessung bei der Apple Watch 12: Kann sie mit einem professionellen Brustgurt mithalten?

Genauigkeit der Herzfrequenzmessung bei der Apple Watch 12: Kann sie mit einem professionellen Brustgurt mithalten?

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Die Grenzen des Wearable-Fitness-Trackings ausloten

Apple positioniert seine Wearables seit Langem als erstklassige Fitnessbegleiter. Mit der Veröffentlichung der Apple Watch Series 12 und der robusten Apple Watch Ultra 4 macht das Unternehmen vollmundige Versprechungen hinsichtlich seiner Herzfrequenzsensor-Technologie. Mithilfe von internen Studien, in denen diese Geräte mit dem branchenüblichen Polar H10 Brustgurt verglichen werden, behauptet Apple, dass seine neuesten Sensoren zu den präzisesten auf dem Markt gehören. Doch wie bewähren sich diese Behauptungen in der Praxis bei intensivem und abwechslungsreichem Training?

So habe ich die Genauigkeit getestet

Um herauszufinden, ob die Apple Watch Series 12 tatsächlich die Lücke zwischen gelegentlichem Tracking und professionellen Daten schließt, habe ich ein umfangreiches Testprogramm durchgeführt. Während 160 Kilometern Laufen, mehreren HIIT-Einheiten, intensivem Krafttraining und Indoor-Cycling-Workouts trug ich die Apple Watch Series 12 an einem Handgelenk und einen zuverlässigen Garmin HRM 600 Brustgurt in Kombination mit einem Coros Pace 4 Pro am anderen. Alle Daten wurden mithilfe des DC Rainmaker Analyzers abgeglichen, um Abweichungen bei Herzfrequenzspitzen und Ruhephasen zu identifizieren.

Laufleistung: Konstanz ist entscheidend

Für die meisten Läufer ist die Uhr ein zuverlässiger Partner. Bei Läufen im Freien zeichnete die Series 12 die Herzfrequenz parallel zum Brustgurt konstant auf. Zwar gab es gelegentlich kurze Aussetzer, bei denen die Uhr zu Beginn einer Trainingseinheit Schwierigkeiten hatte, den Puls zu erfassen, diese waren jedoch geringfügig und von kurzer Dauer. Bemerkenswerterweise schien die Series 12 im Vergleich zur Ultra 4 während meiner Tests eine stabilere Pulserfassung zu gewährleisten.

Indoor Cycling und HIIT: Die ultimative Herausforderung

Cycling-Workouts mit 30-Sekunden-Intervallsprints stellten den optischen Sensor auf die Probe. Die Apple Watch 12 schnitt beeindruckend ab, mit durchschnittlichen Herzfrequenzwerten, die nahezu identisch mit denen des Brustgurts waren (109,97 bpm vs. 109,89 bpm). Obwohl die Messung bei schnellen Intensitätswechseln eine minimale Verzögerung aufwies, war die Gesamtleistung lobenswert.

Kraft- und HIIT-Einheiten erwiesen sich als die schwierigsten. Da diese Trainingsformen nichtlineare Bewegungen beinhalten, haben optische Sensoren oft mit Bewegungsartefakten zu kämpfen. Die Apple Watch 12 bewältigte diese Herausforderungen gut, zeigte aber im Vergleich zu den konsistenten, auf elektrischen Signalen basierenden Daten eines Brustgurts gelegentlich fehlerhafte Messwerte.

Das Fazit

Ist die Apple Watch 12 ausreichend für ambitionierte Sportler? Für Gelegenheits- und ambitionierte Sportler ist die Series 12 wohl eine der präzisesten Smartwatches auf dem Markt. Ihre Leistung ist vergleichbar mit der des Garmin Elevate v5-Sensors, der in High-End-Geräten wie der Forerunner 970 verbaut ist. Wer jedoch beim HIIT-Training oder Gewichtheben auf präzise Herzfrequenzzonen setzt, ist mit einem Brustgurt nach wie vor besser beraten, da dieser reaktionsschneller ist und Echtzeitdaten liefert.

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