
„Ha-Chan, Shake Your Booty!“ – Kritik: Ein mit dem Sundance Award ausgezeichnetes Meisterwerk, das begeistert
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Einführung in ein überraschendes filmisches Werk
Beim Blick auf die Filmografie des Autors und Regisseurs Josef Kubota Wladyka erwartet das Publikum in der Regel eine gehörige Portion düsterer, schonungsloser Intensität. Bekannt für seine meisterhafte Regiearbeit bei Episoden düsterer Krimi-Thriller wie „Tokyo Vice“ sowie für seine Beiträge zu Serien wie „The Terror“, „Narcos“ und „Animal Kingdom“, hat sich Wladyka längst einen festen Platz in der Film- und Fernsehwelt erobert. Sein neuester Spielfilm, das mit dem Sundance-Preis ausgezeichnete Drama „Ha-Chan, Shake Your Booty!“, übertrifft jedoch alle Erwartungen und zeugt von einer außergewöhnlichen künstlerischen Bandbreite. Ein bewegendes Porträt von Trauer und Tango. Der Film erzählt die Geschichte von Haru Kubota (Rinko Kikuchi), liebevoll Ha-Chan genannt, einer Amateur-Tangotänzerin, die sich gemeinsam mit ihrem Ehemann Luis (gespielt von Alejandro Edda) auf den renommierten Tokyo Dance Classic vorbereitet. Doch dann schlägt das Schicksal unerwartet zu: Luis bricht mitten im Tanz zusammen und stirbt. Dies löst eine tief bewegende und surreale Auseinandersetzung mit dem Verlust aus. Anstatt einer konventionellen Erzählstruktur zu folgen, verwebt Wladyka Traumsequenzen mit der Handlung – fantasievolle, rhythmische Fenster in Harus Psyche, die die Grenze zwischen Realität und Halluzination verwischen.
Die Komplikationen mehren sich, als Luis’ entfremdete Familie aus Mexiko anreist, um seine sterblichen Überreste zu überführen. Dies kollidiert direkt mit Harus Wunsch, ihn nach japanischer Tradition einzuäschern. Überzeugt, dass der Geist ihres verstorbenen Mannes ruhelos ist, erlebt Haru unerklärliche Visionen und begegnet schließlich einem surrealen schwarzen Vogelmaskottchen, das sich langsam in Luis’ Geist selbst verwandelt.
Der Wendepunkt: Auftritt Fedir
Der emotionale Kern des Films verschiebt sich mit der Einführung von Fedir, gespielt von Alberto Guerra, einem charismatischen neuen Tanzlehrer im örtlichen Tanzstudio, grundlegend. Harus zaghafte Annäherung an eine neue Beziehung entwickelt sich zu einer bemerkenswert unkonventionellen Dreiecksbeziehung zwischen ihr selbst, ihrem neuen Partner und der geisterhaften Vogel-Maskottchen-Version ihres verstorbenen Ehemanns. Diese abgefahrene Erzähldynamik birgt unvorhersehbare Wendungen, die zu den stärksten Elementen des modernen Dramas zählen.
Fazit und Wo man den Film sehen kann
Obwohl der erste Akt mitunter etwas schleppend wirkt, nimmt die Handlung, sobald sie an Fahrt gewinnt, Fahrt auf und bietet unvergessliche Szenen – darunter eine Schlägerei mit einem betrunkenen Geschäftsmann, die brillant in eine choreografierte Hommage an das klassische Musical übergeht. Dank der herausragenden Regie, die Wladyka den Regiepreis in der Kategorie Drama beim Sundance Film Festival einbrachte, und der phänomenalen Leistung von Rinko Kikuchi in der Hauptrolle ist „Ha-Chan, Shake Your Booty!“ eine exzentrische, berührende und absolut einzigartige filmische Reise, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
„Ha-Chan, Shake Your Booty!“ läuft jetzt in den Kinos.
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