Angesichts des Zorns Hollywoods setzt ByteDance die weltweite Markteinführung seiner Video-KI Seedance 2.0 aus.
Mar 23
Mon, 23 Mar 2026 at 04:15 PM 0

Angesichts des Zorns Hollywoods setzt ByteDance die weltweite Markteinführung seiner Video-KI Seedance 2.0 aus.

ByteDance hatte geplant, die Entwicklung seiner generativen KI-Videos international zu beschleunigen, doch der Zeitplan wurde nun abrupt geändert. Der Mutterkonzern von TikTok hat den weltweiten Start von Seedance 2.0, dem beliebten Modell zur Generierung von Sequenzen aus Text, Bildern, Audio und Video, vorerst ausgesetzt. Kritik aus Hollywood, wo mehrere große Studios mögliche Urheberrechts- und Bildrechtsverletzungen anprangern, soll der Grund für diesen Stopp sein. Doch die Problematik geht weit über ein einfaches neues KI-Tool hinaus, denn mit Seedance 2.0 thematisiert ByteDance einen der zentralen Streitpunkte der Branche: Wie weit darf künstliche Intelligenz gehen, wenn sie das Aussehen, die Stimme oder die Welt bekannter Persönlichkeiten und Werke nachbildet? Virale Videos sorgten schnell für Kontroversen: Die Angelegenheit gewann an Fahrt, nachdem mehrere Videos in den sozialen Medien kursierten. Besonders ein Video, das einen fiktiven Kampf zwischen Brad Pitt und Tom Cruise zeigte, erregte Aufsehen. Die Szene war offensichtlich nie gedreht worden, doch ihre realistische Darstellung reichte aus, um die Bedenken hinsichtlich des Einsatzes von Prominenten in künstlich generierten Inhalten neu zu entfachen. Seedance 2.0, ByteDances fortschrittlichstes Videomodell, war bereits im Februar in China eingeführt worden. Das Unternehmen plante anschließend eine breitere internationale Markteinführung, insbesondere über eine API für Entwickler und Kreative. Laut The Information wurden diese Pläne jedoch gestoppt, nachdem Studios wie Disney, Paramount, Skydance und zuletzt Netflix zahlreiche Unterlassungserklärungen verschickt hatten.

Diese Unternehmen werfen ByteDance vor, die Erstellung von Inhalten, die auf geschützten Lizenzen, Figuren oder Darstellern basieren, nicht ausreichend zu regulieren. Darüber hinaus werden neben den von Nutzern erzielten Ergebnissen auch die Trainingsdaten des Modells infrage gestellt.

ByteDance verspricht Sicherheitsvorkehrungen vor jeder Veröffentlichung außerhalb Chinas.

Die Aussetzung betrifft derzeit hauptsächlich den weltweiten Start von Seedance 2.0 und dessen Verfügbarkeit für ausländische Entwickler.

Aktuell ist das Modell primär in China über die Plattformen des Konzerns zugänglich, und es wurde kein neuer Zeitplan für eine internationale Veröffentlichung bekannt gegeben.

ByteDance seinerseits gibt an, geistiges Eigentum zu respektieren und an neuen Sicherheitsvorkehrungen arbeiten zu wollen.

ByteDance seinerseits respektiert geistiges Eigentum und möchte an neuen Sicherheitsvorkehrungen arbeiten.

Die Aussetzung betrifft derzeit hauptsächlich den weltweiten Start von Seedance 2.0 und dessen Verfügbarkeit für ausländische Entwickler.

Aktuell ist das Modell hauptsächlich in China über die Plattformen des Konzerns zugänglich, und es wurde kein neuer Zeitplan für eine internationale Veröffentlichung bekannt gegeben. Ziel wäre es, die unautorisierte Generierung bekannter Gesichter, wiedererkennbarer Stimmen oder Elemente aus geschützten Universen besser einzuschränken.

Diese Pause verdeutlicht aber auch eine umfassendere Machtdynamik: Unterhaltungsgiganten wollen verhindern, dass KI-Modelle ihre Kataloge ungehindert nutzen, während Technologieunternehmen immer realistischere Werkzeuge entwickeln wollen.

Für ByteDance könnte Seedance 2.0 daher zu einem groß angelegten Test werden – nicht nur technisch, sondern auch hinsichtlich der Fähigkeit, Video-KI mit den Regeln des Kultursektors kompatibel zu machen…

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