Bobigny weiht ein von Jean-Pascal Zadi gesponsertes öffentliches Kino ein.
Mar 09
Mon, 09 Mar 2026 at 04:17 PM 0

Bobigny weiht ein von Jean-Pascal Zadi gesponsertes öffentliches Kino ein.

Die Präfektur Seine-Saint-Denis, die seit 2019 ohne Kino auskommen musste, eröffnet am Mittwoch, den 11. März, ihren neuen Kinokomplex mit sechs Sälen. Anlässlich der Eröffnung werden Tickets zu ermäßigten Preisen (4 bis 7 Euro) angeboten. Schirmherr des Projekts ist der Schauspieler und Regisseur Jean-Pascal Zadi. Das öffentliche Kino mit sechs Sälen und 865 Plätzen öffnet am Mittwoch in Bobigny, der Präfektur des Départements Seine-Saint-Denis, seine Pforten. Nach sieben Jahren ohne Kino in der Region ist der Schauspieler und Regisseur Jean-Pascal Zadi Schirmherr. Das Kinonetzwerk Est Ensemble, das neun Städte in Seine-Saint-Denis umfasst, betreibt nach eigenen Angaben „das führende Netzwerk öffentlicher Kinos in Frankreich“ mit nun sechs Einrichtungen. Jean-Pascal Zadi hatte sichtlich Spaß daran, das neue Kino in Bobigny mit einem Lautsprecher in einem Video zu bewerben, das in den sozialen Medien geteilt wurde.

Er wird bei der Vorführung des Films The American Dream am Mittwoch, dem 11. März, um 16:30 Uhr anwesend sein. „Er wurde in Bondy geboren, lebt im Est Ensemble und hat bereits viel in Bobigny gedreht, insbesondere die beiden Staffeln seiner Serie ‚En Place‘“, so Betriebsleiter Victor Courgeon.

An der Werbekampagne beteiligten sich auch Anwohner sowie der junge Bobignyer Rapper WaïV und die Dokumentarfilmerin Aïssatou Bathily.

Kein Kino mehr in Bobigny Seit 2019

Die Eröffnung des neuen Kulturkomplexes wurde in der Präfektur Seine-Saint-Denis, dem jüngsten und ärmsten Département Frankreichs, jahrelang sehnsüchtig erwartet.

Die Stadt mit über 55.000 Einwohnern war seit der Schließung des Magic im Jahr 2019 ohne Kino. Das Magic besaß damals nur zwei Säle in einem veralteten Einkaufszentrum, das später abgerissen wurde. Die Bevölkerung profitierte jedoch von Filmvorführungen auf Tournee.

Der neue Veranstaltungsort trägt den Namen der vergessenen Kinopionierin Alice Guy, der von den Einwohnern nach einer Bürgerbefragung gewählt wurde. Er befindet sich im neuen Stadtzentrum zwischen Präfektur und Rathaus und ist mit U-Bahn, Straßenbahn und Bus erreichbar. Die Eintrittskarten kosten zwischen 4 und 7 Euro. Der dreistöckige Komplex, der mit einer Gesamtinvestition von 23 Millionen Euro errichtet wurde, präsentiert sich geräumig, elegant und bestens ausgestattet. Drei der sechs Kinosäle sind modular aufgebaut und können auch für Live-Aufführungen genutzt werden, wie ein AFP-Journalist berichtete. Im Foyer wird es ein Café mit Buchhandlung geben – ein Novum in der Stadt. Das Kino setzt auf seine günstigen Preise (4 bis 7 Euro pro Ticket) und sein breites Programmangebot, das sowohl Blockbuster als auch Arthouse-Filme zeigt. Victor Courgeon betont, dass der Fokus verstärkt auf jungem Publikum und Medienkompetenz liegen werde, einem der Schwerpunkte des Netzwerks. „Es handelt sich um öffentliche Kinos, die trotz der sehr niedrigen Ticketpreise zu gut 50 % selbstfinanziert sind und sich durch ein umfangreiches Diskussionsangebot auszeichnen: Wir veranstalten jährlich 500 Treffen in den 14 bestehenden Kinos unseres Netzwerks“, erklärte Alexie Lorca, Vizepräsident für Kultur und Volksbildung bei Est Ensemble, und lobte damit den öffentlichen Kulturdienst.

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