„Ein Schritt vorwärts“ für die „planetare Verteidigung“: NASA gelingt es, die Flugbahn eines Asteroiden um die Sonne abzulenken.
Schwierig zu erfassende Daten
Um dies zu erreichen, untersuchten die Forscher Sternbedeckungen, also die Momente, in denen ein Asteroid vor einem Stern vorbeizieht und dessen Helligkeit kurzzeitig verringert, erklärt Studienleiter Rahil Makadia gegenüber AFP. Diese Bedeckungen ermöglichten ihnen hochpräzise Messungen von Position, Geschwindigkeit und Form des Asteroiden.
Da sie jedoch schwer zu erfassen sind, war das Team auf die Unterstützung von Amateurastronomen aus aller Welt angewiesen, die 22 dieser Sternbedeckungen aufzeichneten. Mithilfe dieser Daten und jahrelanger zusätzlicher Beobachtungen konnten sie die Umlaufbahn von Didymos um die Sonne mit großer Genauigkeit messen, erklärt Rahil Makadia. „Wir konnten die genaue Reihenfolge dieser Veränderung messen“ und Berechnungen durchführen, die zukünftige „Planetenverteidigungsbemühungen“ unterstützen könnten, fährt er fort. Die berechnete Bahnänderung war minimal; die Umlaufzeit veränderte sich lediglich um 0,15 Sekunden. Obwohl minimal, reicht diese Änderung laut den Wissenschaftlern aus, um einen Unterschied zu machen. „Bei ausreichend Zeit kann selbst eine minimale Änderung eine signifikante Ablenkung bewirken“, erklärt NASA-Wissenschaftler Thomas Statler in einer Stellungnahme. „Die unglaublich präzisen Messungen des Teams bestätigen einmal mehr die Effektivität“ dieser planetaren Verteidigungstechnik und zeigen, wie ein binäres Asteroidensystem – also ein System aus zwei Asteroiden wie Dimorphos und Didymos – „durch den Einschlag nur eines der beiden Asteroiden abgelenkt werden kann.“
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