Einem Bericht zufolge wird das Internet mit Milliarden von Besuchen von KI-Bots überschwemmt.
Mar 29
Sun, 29 Mar 2026 at 12:15 AM 0

Einem Bericht zufolge wird das Internet mit Milliarden von Besuchen von KI-Bots überschwemmt.

Künstliche Intelligenz verändert das Web weiterhin, aber nicht nur in Bezug auf sichtbare Anwendungen. Tatsächlich findet im Hintergrund eine weitere, diskretere Transformation statt: die des von autonomen Agenten generierten Datenverkehrs. Hinter den Versprechungen von Automatisierung und Performance verändern diese Systeme bereits die Art und Weise, wie Websites gecrawlt, indexiert und genutzt werden. Ein kürzlich von DataDome veröffentlichter Bericht hebt eine noch immer weitgehend unterschätzte Realität hervor: KI-Agenten unterstützen Nutzer nicht mehr nur, sondern entwickeln sich zu vollwertigen Akteuren im Web. Die präsentierten Zahlen sprechen für sich. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 wurden fast 7,9 Milliarden Anfragen von KI-Agenten verzeichnet. Ein Anstieg von 5 % gegenüber Ende 2025 bestätigt die anhaltende Beschleunigung. In einigen Fällen macht dieser Traffic bereits fast 10 % des gesamten Datenvolumens einer Website aus. Dieser Anteil ist alles andere als unerheblich, insbesondere für stark frequentierte Plattformen. Zu den aktivsten Agenten zählen Meta ExternalAgent, ChatGPT-User und Meta WebIndexer, die jeweils unterschiedliche Analysemethoden anwenden.

Dieses Wachstum wirft jedoch eine grundlegende Frage auf: Haben all diese Interaktionen tatsächlich einen Mehrwert? Der Bericht hebt hervor, dass einige Agenten zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder zur Sichtbarkeit beitragen, während andere lediglich Daten sammeln – ohne direkten Nutzen für die beteiligten Websites.

Eine Krise der Sichtbarkeit und Identität

Neben dem Volumen ist vor allem die mangelnde Transparenz besorgniserregend, da ein Großteil dieses Datenverkehrs schwer zu identifizieren bleibt. Für Unternehmen wird die Unterscheidung zwischen legitimen und schädlichen Agenten daher zu einer echten operativen Herausforderung.

Darüber hinaus veranschaulicht dieses Phänomen der Identitätsfälschung dieses Problem perfekt.

Agenten, die als Meta ExternalAgent oder ChatGPT-User bekannt sind, werden regelmäßig imitiert, um Sicherheitssysteme zu umgehen. In einigen Fällen, wie beispielsweise bei PerplexityBot, erreichen die betrügerischen Anfrageraten ein signifikantes Ausmaß. Diese Mehrdeutigkeit schwächt auch herkömmliche Filterstrategien, da die Zulassung eines Bots allein anhand seines „User-Agent“ (d. h. seiner technischen Kennung) nun Türen für getarnte Angriffe öffnen kann. Das Web tritt somit in eine Phase ein, in der die Identität von Maschinen genauso wichtig wird wie die von Nutzern. Besonders betroffene Branchen: Laut dem DataDome-Bericht sind nicht alle Branchen gleichermaßen betroffen. So entfallen beispielsweise allein E-Commerce etwa 20 % dieses Datenverkehrs, gefolgt von Immobilien mit 17 % und Reisen mit 15 %. In diesen Umgebungen können Agenten Preise, Verfügbarkeit oder Nutzerverhalten in großem Umfang analysieren.

Zusätzlich verstärkt das Aufkommen von Lösungen wie OpenClaw oder agentenbasierten Browsern wie ChatGPT Atlas dieses Phänomen. Diese Tools, die autonom im Web agieren können, sind weitgehend unreguliert und werden von Unternehmen deutlich unterschätzt.

Angesichts dieser neuen Realität zeichnet sich eine Gewissheit ab: Ohne Tools zur präzisen Klassifizierung dieser Agenten bewegen sich Unternehmen blindlings in einem zunehmend automatisierten Ökosystem…

Kommentare

Bitte Login einen Kommentar hinterlassen.

Möchten Sie Ihr Thema veröffentlichen?

Treten Sie einer globalen Community von Erstellern bei und monetarisieren Sie Ihre Inhalte ganz einfach. Beginnen Sie noch heute Ihre Reise zum passiven Einkommen mit Digbly!

Jetzt posten

Für Sie empfohlen