„Krieg ist kein Film“: Ben Stiller kritisiert die Verwendung eines Ausschnitts aus einem seiner Filme durch das Weiße Haus in einem Video über den Iran.
Mar 08
Sun, 08 Mar 2026 at 01:53 PM 1

„Krieg ist kein Film“: Ben Stiller kritisiert die Verwendung eines Ausschnitts aus einem seiner Filme durch das Weiße Haus in einem Video über den Iran.

Ben Stiller, der Schauspieler und Regisseur der Komödie „Tropic Thunder“ aus dem Jahr 2008, kritisierte das Weiße Haus auf seinem Twitter-Account, weil es Bilder aus dem Film in einer Montage verwendet hatte, die amerikanische Luftangriffe im Iran propagierte. Er war verärgert darüber, dass die Trump-Regierung Bilder aus „Tropic Thunder“ nutzte. Auf Twitter forderte er das Weiße Haus auf, den Clip aus der am Vortag veröffentlichten Montage zu entfernen. Diese vermischte Film- und Serienreferenzen mit Bildern von Luftangriffen im Iran. „Wir haben Ihnen keine Genehmigung erteilt (zur Verwendung des Filmausschnitts) und wollen nicht Teil Ihrer Propagandamaschine sein“, schrieb Stiller. "Krieg ist kein Film."

Das etwa vierzig Sekunden lange Video, das in den sozialen Medien mit dem Slogan "Gerechtigkeit auf amerikanische Art" veröffentlicht wurde, enthält zahlreiche Anspielungen, von Gladiator über Braveheart bis hin zu Top Gun: Maverick, Yu-Gi-Oh!, Superman und Breaking Bad. Als Soundtrack dient ein Remix der ikonischen Musik aus dem Film Mortal Kombat. Das vom Weißen Haus veröffentlichte Video enthält auch einen kurzen Ausschnitt aus „Tropic Thunder“, einer satirischen Komödie aus dem Jahr 2008, die – zur Erinnerung – Hollywood-Kriegsfilme parodiert. Die Bilder stammen aus dem berühmten Abspann des Films, in dem die von Tom Cruise gespielte Figur Les Grossman, der rüpelhafte Produzent, zu Ludacris’ „Get Back“ tanzt. Wie Variety anmerkt, ist dies nicht das erste Mal, dass die Verwendung von Film- oder Musikreferenzen durch das Weiße Haus für Aufsehen sorgt. Im vergangenen Oktober äußerte Kenny Loggins, der Sänger von „Danger Zone“ aus dem „Top Gun“-Soundtrack, seine Empörung darüber, dass sein Song in einem Video verwendet wurde. Das KI-generierte Video zeigte Donald Trump, wie er Demonstranten mit Fäkalien bewarf. „Niemand hat mich um Erlaubnis gefragt, die ich auch nicht erteilt hätte, und ich fordere die sofortige Entfernung meiner Aufnahme aus diesem Video“, schimpfte Kenny Loggins. Seine Forderung blieb ungehört. Das Video ist weiterhin in seiner Originalversion auf dem Social-Media-Account „Truth“ des US-Präsidenten verfügbar.

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