Meta könnte nach der vielbeachteten Entlassungswelle im Jahr 2025 erneut einen massiven Stellenabbau vornehmen. Berichten zufolge erwägt das Unternehmen, bis zu 20 % der Stellen, also fast 16.000 Arbeitsplätze, abzubauen. Obwohl dies zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht offiziell bestätigt ist, deuten diese Anzeichen darauf hin, dass Metas Priorität nun eindeutig auf künstlicher Intelligenz liegt… Bis zu 16.000 Arbeitsplätze bei Meta gefährdet. Laut Reuters hat Meta begonnen, seine Führungskräfte auf weitere Kostensenkungsmaßnahmen vorzubereiten. Mit rund 79.000 Mitarbeitern Ende 2025 würde eine Kürzung um 20 % den Abbau von etwa 15.800 bis 16.000 Stellen bedeuten. Der Sprecher des Unternehmens bezeichnete den Artikel jedoch als „spekulativ“ und auf theoretischen Szenarien basierend, ohne eine endgültige Entscheidung zu bestätigen. Sollte dieser Plan umgesetzt werden, wäre es die größte Entlassungswelle bei Meta seit der Krise von 2023. Damals waren diese Umstrukturierungen Teil von Mark Zuckerbergs „Jahr der Effizienz“. Doch diesmal scheint die Logik eine andere zu sein: Es ginge nicht mehr nur darum, die während der Covid-Pandemie entstandene Überbesetzung zu korrigieren, sondern um die Finanzierung einer deutlicheren strategischen Neuausrichtung hin zu generativer KI. KI wird für Mark Zuckerberg zur obersten Priorität. Seit mehreren Monaten erhöht Meta seine Ausgaben für KI, sei es für Rechenzentren, neue Modelle oder die Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte. Begehrte Unternehmen oder gezielte Übernahmen wie Manus oder, in jüngerer Zeit, Moltbook. Personalabbau scheint somit ein Mittel zur Kosteneinsparung zu sein, und Mark Zuckerberg bestätigt diesen Trend. Er erklärte kürzlich, dass einige Projekte, die früher große Teams erforderten, nun von einer einzelnen Person mithilfe von KI-Tools geleitet werden können. Eine Aussage, die Metas neue Doktrin ziemlich gut zusammenfasst: mehr automatisieren, Ressourcen auf die strategisch wichtigsten Talente konzentrieren und den Rest optimieren.
Diese Neuausrichtung geht auch auf Kosten anderer, älterer Projekte, bei denen Meta nach massiven Investitionen in das Metaverse seit letztem Dezember aufgrund mangelnder Begeisterung in der Öffentlichkeit die Aktivitäten schrittweise zurückgefahren zu haben scheint.
Ein breiterer Trend im Silicon Valley
Meta ist kein Einzelfall, und im gesamten Technologiesektor reduzieren große Unternehmen weiterhin ihre Belegschaft, während sie gleichzeitig beträchtliche Summen in KI investieren.
Ob bei Amazon, Microsoft oder Google – sie alle verfolgen ähnliche Strategien mit dem Ziel, die Personalkosten zu senken, um Infrastruktur, Chips, Modelle und Rekrutierung zu finanzieren.
Diese potenziellen Entlassungen sind daher nicht das Ergebnis von Kostensenkungsmaßnahmen, sondern von einem echten Veränderung des Geschäftsmodells. Bei Meta, wie auch anderswo, verändert das Potenzial der KI bereits jetzt die Art und Weise, wie wir investieren, rekrutieren und Stellen abbauen…
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