X fügt ein Label für gesponserte Inhalte hinzu.
Ein integriertes Label als Ersatz für Hashtags

Das Badge ist sehr einfach zu konfigurieren – Quelle: X
Angekündigt in einem Social-Media-Post von Nikita Bier, Produktmanagerin von X. Die neue Funktion ermöglicht es Kreativen, einen Badge zu aktivieren Das „Bezahlte Partnerschaft“-Siegel kann direkt in der Veröffentlichungsoberfläche eingefügt werden. Dadurch wird unter dem Beitrag ein sichtbares Label hinzugefügt, das anzeigt, dass es sich um gesponserten Inhalt handelt. Bisher mussten Content-Ersteller Hashtags wie #Werbung oder #kommerzielleKooperation verwenden, um eine kommerzielle Zusammenarbeit zu kennzeichnen. Dies war eine unschöne Lösung und reichte angesichts regulatorischer Anforderungen oft nicht aus. Mit dieser neuen Funktion holt X zu Plattformen wie Instagram auf, die seit 2017 ein ähnliches Tool anbieten, nachdem die FTC (Federal Trade Commission) davor gewarnt hatte. Die US-amerikanische Behörde verlangt nämlich, dass gesponserte Beiträge klar und deutlich gekennzeichnet werden. Nikita Bier erklärt außerdem, dass das Label auch nachträglich hinzugefügt werden kann. Das bedeutet, dass ein Urheber, der vergessen hat, den gesponserten Charakter eines Beitrags anzugeben, diesen nachträglich korrigieren kann, ohne ihn löschen zu müssen.
Transparenz, Regulierung und Markenimage…

Der Hinweis erscheint direkt unter dem Beitrag – Quelle: X
In seiner Mitteilung betont Nikita Bier die Bedeutung von Vertrauen: Nicht deklarierte Kooperationen würden die Integrität der Plattform und die Glaubwürdigkeit der Inhalte beeinträchtigen. Mit anderen Worten: Die Botschaft ist klar: X möchte die wirtschaftliche Aktivität in seinem Netzwerk fördern und gleichzeitig die Praktiken stärker regulieren.
Diese Ankündigung ist Teil einer umfassenderen Strategie. Seit mehreren Monaten versucht X, Content-Ersteller mit Tools zur Umsatzbeteiligung an Werbeanzeigen, kostenpflichtigen Abonnements und Sichtbarkeits-Boosts zu gewinnen. Trotz dieser Bemühungen bevorzugen viele Content-Ersteller weiterhin Plattformen wie YouTube oder Instagram, die sich traditionell besser für Markenpartnerschaften eignen. In einer Zeit, in der X mit mehreren Kontroversen im Zusammenhang mit Moderation und künstlicher Intelligenz konfrontiert ist, scheint dieses neue Label ein Versuch des sozialen Netzwerks zu sein, sich zu normalisieren. Nun wird sich zeigen, ob dieses Upgrade ausreicht, um Content-Ersteller und Werbetreibende davon zu überzeugen, X als bevorzugten Kanal für ihre kommenden Werbekampagnen zu nutzen.
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