Hisense PX4 Pro Testbericht: Ein brillanter Ultrakurzdistanzprojektor, der durch Software ausgebremst wird

Hisense PX4 Pro Testbericht: Ein brillanter Ultrakurzdistanzprojektor, der durch Software ausgebremst wird

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Einführung in den Hisense PX4 Pro

Der Hisense PX4 Pro präsentiert sich als vielversprechender Neuzugang im Segment der Ultrakurzdistanz-Laserprojektoren (UST). Auf den ersten Blick mag er wie ein einfaches, schrittweises Upgrade wirken, doch er bietet eine Mischung aus Hardware-Verbesserungen und einigen ärgerlichen Software-Schwächen. Mit seinem kompakten und leistungsstarken Design, einer brillanten RGB-Laserlichtquelle und beeindruckenden Schwarzwerten dank einer neuen physikalischen Irisblende liefert der PX4 Pro atemberaubende, kinoreife Bilder. Bestimmte Software-Einschränkungen und erzwungene Automatikeinstellungen verhindern jedoch, dass er sein volles Potenzial ausschöpft.

Preis und Verfügbarkeit

Der Hisense PX4 Pro wurde Anfang September 2026 eingeführt und hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 4.499 US-Dollar. Glücklicherweise sind die Preise dank frühzeitiger Rabattaktionen um rund 500 US-Dollar gesunken, was die Anschaffung für Heimkino-Fans, die ihre herkömmlichen großen Fernseher durch ein riesiges, immersives Projektionssystem ersetzen möchten, deutlich attraktiver macht.

Design und Anschlüsse

Der PX4 Pro übernimmt die elegante Designsprache der Hisense-Flaggschiffserie L9Q und ersetzt die Bronzeakzente durch schlichtes Silber, was ihm ein noch eleganteres Erscheinungsbild verleiht. Mit Abmessungen von 54 x 28,7 x 14,2 cm und einem Gewicht von knapp 8,3 kg lässt er sich bemerkenswert einfach umstellen. Dank seines kurzen Projektionsverhältnisses von 0,2:1 kann er nur wenige Zentimeter von der Wand entfernt aufgestellt werden und projiziert dabei ein riesiges Bild mit einer Diagonale von 80 bis 200 Zoll.

Die Anschlussmöglichkeiten sind vielfältig: Vier HDMI-Anschlüsse – darunter zwei mit voller HDMI-2.1-Bandbreite und ALLM-Unterstützung – sowie ein eARC-Anschluss sind ebenfalls vorhanden. Hinzu kommen ein optischer Audioausgang, zwei USB-Anschlüsse, Gigabit-Ethernet und zuverlässiges Wi-Fi 7. Leider fehlt dem Gerät eine physische Linsenabdeckung, wodurch sich Staub leicht auf dem oberen Glas ansammeln und das projizierte Bild verzerren kann, wenn er nicht regelmäßig gereinigt wird.

Leistung und Bildqualität

Die herausragende Hardware-Neuerung des PX4 Pro ist seine physische Blende. Diese ermöglicht es dem Benutzer, die Lichtleistung manuell zu reduzieren, um in dunklen Umgebungen tiefe Schwarztöne zu erzielen, oder sie für helles Tageslicht vollständig zu öffnen. Im Test erreichte der Projektor beeindruckende 3.612 ANSI-Lumen und übertraf damit die Nennleistung von 3.500 Lumen leicht. Die Farbwiedergabe ist ebenfalls hervorragend und deckt 100 % des sRGB-, 98 % des DCI-P3- und 96 % des BT.2020-Farbraums ab.

Trotz dieser hervorragenden Grundleistung wird das Seherlebnis gelegentlich durch eine versteckte Einstellung namens „Szenariooptimierung“ beeinträchtigt. Diese Funktion, die das Bild automatisch an verschiedene Szenen anpasst, kann plötzliche Helligkeitsänderungen und Farbflimmern verursachen. Erschwerend kommt hinzu, dass Hisense diese Einstellung an die physische Iris bindet, wodurch Nutzer die optimale Schwarzwertdarstellung nur mit unzuverlässiger Softwareautomatisierung erreichen können.

Gaming-Erlebnis

Für Gamer ist der PX4 Pro ein echtes Highlight. Er bietet eine bemerkenswert niedrige Eingabeverzögerung von 51 ms ab Werk, die im dedizierten Gaming-Modus sogar auf nur 23 ms sinkt. Bei einer Konfiguration mit 1080p und 240 Hz sowie aktiviertem VRR (Variable Refresh Rate) ist die Eingabeverzögerung praktisch nicht mehr vorhanden. Dadurch fühlen sich rasante Actionspiele auf dem großen Bildschirm unglaublich reaktionsschnell, flüssig und frei von Tearing an.

Smart-TV-Oberfläche: VidaaOS

Im Gegensatz zu früheren Modellen mit Google TV läuft der PX4 Pro mit Hisenses eigenem VidaaOS. Die Navigation ist zwar schnell und reaktionsschnell, doch VidaaOS schneidet im Vergleich zu anderen Betriebssystemen schlechter ab. Es ist mit einer Unmenge an Bloatware-Apps und aufdringlicher Werbung auf dem Startbildschirm vorinstalliert. Außerdem fehlen im App Store einige wichtige Streaming-Anwendungen (wie z. B. Hulu), und wichtige Bildeinstellungen sind oft verdeckt oder unnötigerweise ausgegraut.

Audioleistung

Das integrierte 4.0.2-Kanal-Lautsprechersystem ist für einen Projektor überraschend leistungsstark und liefert eine breite Klangbühne mit Höhenkanälen, die das räumliche Eintauchen verbessern. Es erreicht zwar eine außergewöhnliche Lautstärke ohne Verzerrungen, aber es fehlt ihm naturgemäß der tiefe Bass, der für actionreiche Filmsequenzen erforderlich ist. Daher werden ambitionierte Heimkino-Fans es weiterhin mit einer separaten Soundbar oder einem Subwoofer kombinieren wollen.

Fazit

Der Hisense PX4 Pro ist ein hervorragendes Projektionsgerät, das mit beeindruckender Helligkeit, satter Farbtreue und unglaublichen 240-Hz-Gaming-Fähigkeiten überzeugt. Allerdings trüben frustrierende Softwarebeschränkungen, erzwungene automatische Verbesserungen und ein unvollkommenes Smart-Betriebssystem das ansonsten erstklassige Erlebnis. Wenn Sie keine erweiterten VRR-Funktionen benötigen, bietet der Vorgänger PX3 Pro möglicherweise ein stimmigeres und zuverlässigeres Seherlebnis zu einem deutlich niedrigeren Preis.

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