
Vergesst „Days of Thunder 2“, Tom Cruise sollte stattdessen dieses Meisterwerk aus den 80er-Jahren fortsetzen.
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Einleitung
Tom Cruise ist unbestreitbar eine Fortsetzungsmaschine. Mit einer jahrzehntelangen Filmkarriere kehrt er immer wieder zu seinen ikonischsten Rollen zurück – vom Piloten von Kampfjets im kommenden Top Gun 3 bis hin zu waghalsigen Stunts als Ethan Hunt in der Mission: Impossible-Reihe. Kürzlich wurde bekannt, dass Cruise für Days of Thunder 2 auf die Rennstrecke zurückkehrt und erneut in die Rolle des Draufgängers Cole Trickle aus dem Original von 1990 schlüpft. Während sich Rennsportfans freuen mögen, gibt es in Cruises Filmografie einen weitaus fesselnderen Klassiker der 80er-Jahre, der eine Fortsetzung verdient hätte: „Die Farbe des Geldes“.
Pläne für (und gegen) Days of Thunder 2
Im Pantheon der Tom-Cruise-Filme rangiert „Days of Thunder“ aus dem Jahr 1990 deutlich unterhalb seiner berühmteren Werke. Zwar bietet er alle erwarteten actiongeladenen Elemente – obsessive Hingabe an NASCAR, aggressive Fahrtaktiken und die Zusammenarbeit mit Starproduzent Jerry Bruckheimer –, doch fehlt ihm die kulturelle Bedeutung von „Top Gun“ oder „Mission: Impossible“. Die Rückkehr von Cole Trickle als erfahrener Mentor, der eine jüngere Generation anleitet, erinnert zu sehr an die Handlung aktueller Sportdramen wie Brad Pitts „F1“. Fortsetzungen von Filmklassikern sind bekanntermaßen riskant, und wenn Cruise nicht etwas völlig Neues und Bahnbrechendes präsentiert, läuft „Days of Thunder 2“ Gefahr, sich wie bekanntes Terrain anzufühlen.
Warum „Die Farbe des Geldes“ reif für eine Fortsetzung ist
Anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums gilt Martin Scorseses „Die Farbe des Geldes“ nach wie vor als Meisterwerk der Spannung, des Egos und des charaktergetriebenen Dramas. In dem Film von 1986 spielte Cruise Vincent Lauria, einen überaus selbstbewussten und außergewöhnlich talentierten Billardspieler, der von Paul Newmans legendärem „Fast Eddie“ Felson unter seine Fittiche genommen wird. Der Film verband auf brillante Weise Scorseses dynamische Regie mit tiefgründigen psychologischen Erkundungen von Stolz, Gier und Korruption – ganz zu schweigen von der legendären Billardtanzszene aus „Die Werwölfe von London“.
Eine Fortsetzung von Die Farbe des Geldes würde es Cruise ermöglichen, sich von unverwundbaren Actionhelden abzuwenden und zu dramatischen, dialoglastigen Geschichten zurückzukehren. Entscheidend wäre, dass ein Nachfolger ein Szenario präsentieren könnte, das Cruise selten auf der Leinwand verkörpert: einen Charakter am Tiefpunkt. Ein älterer Vincent, der eine Niederlage einstecken muss und einen aufstrebenden Spieler fördert, böte eine reichhaltige Erzählgrundlage und könnte Cruise die ideale Gelegenheit bieten, sich einen wohlverdienten Oscar in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ zu sichern – ganz im Sinne von Paul Newmans historischem Sieg für den ersten Teil.
Fazit
Obwohl „Days of Thunder 2“ bereits für einen zukünftigen Kinostart bei Paramount Skydance feststeht, sollte Hollywoods letzter wahrer Filmstar ernsthaft überlegen, in die verrauchte, risikoreiche Atmosphäre des Billardcafés zurückzukehren. Eine erneute Zusammenarbeit mit Martin Scorsese für eine Fortsetzung von „Die Farbe des Geldes“ würde eine willkommene Abwechslung bieten und beweisen, dass Cruises schauspielerisches Talent genauso beeindruckend ist wie seine Leidenschaft für Geschwindigkeit.
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